Maki-e

Maki-e ist eine alte japanische Lack-Technik (wörtlich übersetzt: Japanlack). Im 6. Jahrhundert erreichte die Maki-e-Technik bereits ein sehr hohes künstlerisches Niveau und war über viele Jahrhunderte als Luxusgut dem Kaiserhaus und dem Adel vorbehalten.

Tokonoma

In den traditionellen japanischen Räumen und Teehäusern befinden sich auch heute noch Wandnischen – japanisch TOKONOMA genannt -, die ursprünglich für die Präsentation von Kunstgegenständen, religiösen Statuen und Familienschätzen dienten, um die Gäste einer Teezeremonie – und natürlich sich selbst – zu erfreuen. Erst viel später wurde in der Tokonoma auch Bonsai oder Ikebana-Gestecke ausgestellt.

Suiseki

Unter Suiseki versteht man die Kunst, Steine, die man in der Natur gefunden hat, ansprechend zu präsentieren.
Ein Shikishi-Kake bzw. ein Tanzaku-Kake ist ein textiler Wandbehang (Montierung mit einer Faden- und Stoffhalterung) - in etwa vergleichbar mit einem Wechselrahmen -, bei dem nach Wunsch das Einsatzbild beliebig ausgetauscht werden kann. Da man nur in seltenen Fällen die Möglichkeit hat, seinen Bonsai nebst Bepflanzungen und Rollbild in einer großen Tokonoma ausstellen zu können, ist ein Kake eine sehr schöne Alternative zum klassischen Rollbild bei räumlich eingeschränkten Präsentationsmöglichkeiten wie z.B. Bonsai-Ausstellungen in Europa.
Die aufwendige Malerei - Weniger ist mehr - Um die Detailtreue auf den teilweise sehr kleinen Einsatzkarten zu erreichen, vergehen teilweise Stunden und Tage, bis ein Bild fertig wird. Korrigieren ist auf den Einsatzkarten nicht möglich, da die Farbe in das Papier einzieht und nicht veränderbar ist. Somit ist es nicht selten, dass es mehrere Anläufe braucht, bis man endlich das finale Ergebnis genießen kann.

Im März diesen Jahres bin ich das erste Mal nach Japan geflogen, um das Land, die Kultur und Freunde näher kennen zu lernen. Vielleicht muss ich kurz zu meiner Person schreiben, dass ich mich inzwischen seit über 10 Jahren mit der japanischen Kultur und der damit verbundenen Kunst beschäftige, zuvor allerdings noch nie in Japan gewesen bin.
Kiribako sind japanische Holzkisten, die aus Kiri-Holz (Holz vom Blauglockenbaum) hergestellt werden und dem Gegenstand dann das finale, gewisse Etwas verleihen. Zusätzlich sorgt die Holzkiste auch für entsprechenden Schutz. Oftmals werden antike oder sehr hochwertige japanische Gegenstände nur dann hochgehandelt, wenn diese stets ihre Original signierte Holzkiste besitzen.
Ein Kakejiku (掛け軸), unteranderem auch bekannt als Kakemono (掛け物), ist ein japanisches, hochformatiges Rollbild. In der Regel sind die Gemälde auf Papier oder Seide mit Tusche oder Wasserfarben bemalt. Inzwischen ist ein japanisches Rollbild auch in Deutschland für die Bonsai-Präsentation immer beliebter geworden.